Warum engagieren Sie sich eigentlich in der Politik?
Ich bin ein politisch denkender Mensch. Schon als Jugendlicher habe ich mich für Dinge, die in Deutschland aber auch in der Welt passieren, interessiert. Dort wo man wohnt, Politik aktiv mitzugestalten, seine Ideen und Überzeugungen einzubringen, halte ich für extrem wichtig in unserer Demokratie.
Und wieso bei der FDP?
Ich bin in einem sehr liberalen Elternhaus aufgewachsen, und weiß es zu schätzen, wenn man die Freiheit besitzt, sein Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Hierfür steht die FDP. In dieser Partei finde ich zudem die ideale Mischung aus Schutz der Bürgerrechte und marktwirtschaftlicher Vernunft.
Trotzdem: Wenn man sich in der Bevölkerung umhört, kommt die Politik, kommen Politiker nicht gut weg. Politik, so heißt es, wird doch von „denen da oben“ gemacht und ist doch nur etwas für „die da oben“.
Eben nicht. Politik geht jeden etwas an, und man wird nicht automatisch in sie hineingeboren. Um aktiv zu sein, muss man auch nicht Berufspolitiker werden. Schauen Sie mich an: Ich bin in einem kleinen Ort mit nicht einmal 200 Einwohnern im Berchtesgadener Land aufgewachsen, habe aber die Chance bekommen, und auch genutzt, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Ich habe zunächst in Rosenheim, dann in Hertford/London studiert. Heute lebe ich in der Weltstadt München, arbeite für einen französischen Konzern – und kehre aber auch sehr gern regelmäßig in meinen Heimatort zurück. Wie sagt man so schön: „In der Welt zu Hause, in Bayern daheim“.
Zurück zu den Liberalen: Welche Stationen haben Sie hier durchlaufen?
Ich habe mich nach meinem Eintritt 1995 zunächst im Berchtesgadener Land und dann in München bei den Jungen Liberalen (JuLis) und der FDP engagiert. Bei den JuLis habe ich sieben Jahre im Landesvorstand, davon drei Jahre als Landesschatzmeister mitgewirkt. Seit 1998 gehöre ich dem Bezirksvorstand der oberbayerischen FDP an. Seit 2000 bin ich zudem Schatzmeister des größten bayerischen Bezirksverbands der FDP. Darüber hinaus arbeite ich in der bayerischen FDP aktiv am Thema Medienpolitik – übrigens eines der ganz wenigen Politikfelder, die noch wirklich in der Länderkompetenz stehen. Ich bin Vorsitzender des Landesfachausschusses Medien der bayerischen FDP und bringe unsere Vorstellungen in die bundesweit agierende Kommission Internet und Medien ein.
Und nun wollen Sie in den Landtag?
Ich will in erster Linie durch meine Erfahrung und durch mein Engagement dafür sorgen, dass die FDP wieder in den bayerischen Landtag einzieht. Wenn es dann auch für meine Person reicht, umso besser.
Sie sprechen von Erfahrung. Das ist nicht Ihr erster Wahlkampf?
Nein wirklich nicht. Bereits 1998 habe ich als Spitzenkandidat der JuLis für den Einzug der FDP in den Landtag gekämpft. Das gleiche gilt für München. Hier konnte ich auf vorderen Plätzen in den Jahren 2002 und 2008 mit dafür sorgen, der liberalen Stimme im Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt stärkeres Gehör zu verschaffen. Bei den Landtagswahlen im kommenden Herbst kämpfe ich im Stimmkreis 106 München-Pasing sowie auf Platz 15 der Wahlkreisliste für den Wiedereinzug der FDP in das Maximilianeum.